Die Maler
Die Bilder der jungen Maler aus Burkina Faso faszinieren durch die Symbiose zwischen Alt und Neu, zwischen dem traditionellen Afrika und dem modernen Europa. Sie sind Belege eines neu erwachten afrikanischen Bewusstseins und zeigen die Suche nach der eigenen Identität, aber auch das wachsende Selbstbewusstsein und die geistige Unabhängigkeit der neuen Generation.
Als Dr. Petra Skiba, Kunsthistorikerin und Kuratorin für Ausstellungen von Künstlern der Dritten Welt von der Deutschen Gesellschaft für technischen Zusammenarbeit (GTZ), Eschborn - einer der größten staatlichen Entwicklungsorganisationen - die ersten Bilder für die Ausstellung „Main dans la Main“ sah, zeigte sie sich beeindruckt von deren Niveau: „Die Bilder haben unter europäischem Blick Bestand“.
Ursprünglich war Kunst auf dem afrikanischen Kontinent immer Ausdruck von Transzendenz und tiefer Religiosität. Erst in den letzten Jahren hat sich - vor allem im Senegal, in Mali, an der Elfenbeinküste und in Burkina Faso - eine kleine Kunstszene mit zeitgenössischer Malerei nach europäischem Vorbild entwickelt. Wir begegnen Bildern, die magisch berühren - vertraut sind und in ihrem Kern doch seltsam geheimnisvoll und fremd bleiben. Kein Wunder, schließlich schöpfen die Künstler ihre Inspiration aus den uralten Mythen, Religionen und Kulturen des Schwarzen Kontinents, seiner Geschichte und Geschichten. Als staunender Betrachter spüren wir das schier unerschöpfliche Reservoir an Vitalität und Lebensfreude, an Warmherzigkeit und Menschlichkeit, an Liebe und Leidenschaft, an Sanftmut und Güte, aber auch an Unterdrückung, Härte und Grausamkeit.